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Deutsch-Russisches Friedenswerk e.V.

deutsches Herz trifft russische Seele

Das Dorf

Geprägt durch seine sehr dünne Besiedelung bietet die Oblast Kaliningrad (das Königsberger Gebiet) völlig neue Entwicklungsmöglichkeiten. Viele Dörfer aus der Zeit des ehemaligen Ostpreußen bestehen heute gar nicht mehr. Wir wollen daher ganz von vorne beginnen und können so das geplante Dorf den heutigen Bedürfnissen perfekt anpassen. Die Idee ist, Vergangenheit und Gegenwart zu verbinden und so unser Leben auf ein kulturelles Fundament stellen, welches nicht uns nur ein Zuhause zu geben vermag, sondern darüber hinaus eine wirkliche Heimat bieten wird.

Das Zentrum wird von einem großen Marktplatz gebildet. In der Tradition der ostdeutschen Städte soll sich auf dem Markplatz ein Rathaus befinden, das auch als Begegnungsstätte und Veranstalltungsort für Feste, Feiern, Theater und Konzerte dienen wird. Eingerahmt wird der Marktplatz von Wohn- und Geschäftshäusern. Gemütliche Straßenkaffes werden zum verweilen einladen, Geschäfte und Läden des täglichen Bedarfs laden zum Bummeln ein und nicht zuletzt wird sich der Marktplatz durch eine Gestaltung mit Brunne und Blumenrabatten zu einem beliebten Freizeitort entwickeln.
Ein besonderes Anliegen ist uns eine ansprechende Architktur, die in ihrer Ausdrucksweise sich an den überlieferten Formen der ostpreußischen Geschichte anlehnt und doch eine eigene Ausdrucksform entwickelt. Nicht nur Funktiononalität soll umgesetzt werden, sondern auch die Schönheit des Ortsbildes wird wesentlich zum Wohlbefinden beitragen. Der weltweit, sich mit rasender Geschwindigkeit ausbreitenden Globalisierung wollen wir einen neuen Lebensentwurf entgegenstellen. Die Globalisierung degradiert den Menschen mit ihrer Forderung der Flexibilisierung und rastlosen Unterwerfung unter die Profitgier der Großkonzerne zum gesichtslosen "Humankapital". Heimatlos und Willenlos soll der Mensch einer Karriere hinterherlaufen, die ihm wie die berühmte Karrotte vor die Nase gehalten wird. Wen kann es da wundern, wenn heute besonders die westlichen Gesellschaften mehr und mehr als kalt und feindseelig empfunden werden?
Wir sind davon überzeugt, daß der Mensch nicht für seinen Arbeitsplatz leben sollte, sondern daß er vielmehr für die Ermöglichung eines erfüllten Lebens arbeiten sollte. Wir sollten uns einfach einmal die Frage stellen, was macht denn ein erfülltes Leben aus? Geht es wirklich nur um die Anhäufung materieller Reichtümer und beruflicher Anerkennung? Wünschen wir uns in Wirklichkeit nicht viel mehr eine Geborgenheit und Wärme, die wir nur in der Familie und im Freundeskreis finden können? Suchen wir nicht auch nach einer emotionalen Erfüllung und Geborgenheit?
Wir wollen unser Augenmerk besonders auf die Erfüllung diser Fragen richten und meinen daher, daß sich die wirtschaftlichen Fragen den Wünschen nach einem erfüllten Leben unterordnen sollten. Deshalb sind wir davon überzeugt, daß sich auch die Planung des neuen Dorfes an diesen Gedanken orientieren muß. So ist ein Ansatz, der Grundsatz der kurzen Wege. Wir wollen deshalb ganz besonders das Entstehen von regionalen Wirtschaftskreisläufen befördern. Ein möglichst großer Anteil des täglichen Lebensbedarfes soll vor Ort erzeugt werden und damit Arbeitsplätze und Kaufkraft vor Ort schaffen.