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Deutsch-Russisches Friedenswerk e.V.

deutsches Herz trifft russische Seele

Jede menschliche Gemeinschaft lebt von der Schaffenskraft ihrer Mitglieder. Das Aussehen und die Lebensqualität von Staaten, Ländern, Gemeinden und Dörfern wird von den Menschen vor Ort geprägt. Dies gilt auch für die neue Siedlung, die wir gemeinsam in der Oblast Kaliningrad, dem Königsberger Gebiet aufbauen werden.
Viele Menschen in Deutschland tragen sich mit dem Gedanken, der bisherigen Heimat den Rücken zu kehren um wo anders ihr Glück zu finden. Dabei ist die wichtigste Frage, wie und wovon wird man in der neuen Heimat seinen Lebensunterhalt bestreiten können? Eine Firma Gründen - vielleicht, aber wo kommen dann die Aufträge her, wie findet man die ersten Kunden? Schließlich ist man ja ganz neu und niemand kennt einen, aller Anfang ist nun einmal schwer und kostet auch eine Menge Geld.
So ist das, wenn man alleine oder auch mit seiner Familie auswandert und in der neuen Heimat niemanden hat, der einen unterstützt und auffängt. Das Siedlungsprojekt im Königsberger Gebiet soll hier bessere Perspektiven bieten. Schließlich haben wir uns zum Ziel gesetzt ganz von vorne anzufangen und alles neu aufzubauen. Dieser neue Ort soll gut 1.000 Familien ein neues Zuhause bieten, und dieses Zuhause muß neu geschaffen werden. Dafür werden Fachkräfte aus allen handwerklichen Bereichen gebraucht, es müssen Wohnhäuser, Betriebsstätten, aber auch Gemeinschaftseinrichtungen, wie Schulen, kulturelle Einrichtungen, und auch Verwaltungsgebäude gebaut werden.
Zur Sicherstellung der Ernährungsgrundlage werden Landwirte gebraucht und für die Weiterverarbeitung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse Müller, Bäcker, Schlachter und Molkereifachleute.
Auch die Klein- und Mittelständische Industrie aus den Bereichen Maschinenbau, Energie, Abfallbeseitigung und vielen Weiteren Bereichen soll hier angesiedelt werden. Ziel ist es in diesem neuen Ort Firmen aus allen Bereichen anzusiedeln, um so sicherzustellen, daß aus diesem Ort heraus sich ein nahezu unabhängiger Wirtschaftskreislauf entwickeln kann. Denn die Ideologie der Globalisierung hat in den letzten Jahrzehnten nur zu deutlich gezeigt, daß sie das Projekt der Großkonzerne und des internationalen gewissenlosen Großkapitals ist. Die Völker sind die Leidtragenden dieses nur noch auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Wahnsinns. Die Menschen hat man zu "Humankapital" degradiert und ihnen damit die Menschlichkeit genommen.
Eine Gesundung dieser Fehlentwicklung kann nur mit einer Besinnung auf das Wesentliche gelingen. Wir müssen erkennen, daß wir nicht leben um zu arbeiten, sondern arbeiten um zu leben! Nicht unendliches Wachstum ist das Ziel, sondern dauerhafte und solide Existenzen!
Die wirtschaftliche Grundlage darf nicht in der annonymen Globalisierung gesucht werden, sondern sie muß direkt vor Ort geschaffen werden. Das führt dazu, daß internationale Krisen nicht mehr über unser Leben bestimmen können, daß ein Kongurieren um die billigsten Hungerlöhne nicht mehr notwendig ist und vor allem auch dazu, daß die vielfältigen technischen Erungenschaften nicht zwingend zu größeren Gewinnen der Konzerne führen müssen, sondern mehr Lebensqualität durch leichtere Arbeitbedingungen und mehr Zeit für Familie und Kinder bringen kann.